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Wachau Marathon 2017

Es ist nun mehr als eine Woche zurück und ich habe versucht ein klein wenig die Ereignisse dieses Sonntags sacken zu lassen und erst danach davon zu berichten.

Drei (ja drei) Wochen nach dem letzten Triathlon in diesem Jahr, beim Ironman 70.3 in Zell am See, entschloss ich mich für ein kleines Experiment. Ohne große Vorbereitung und spezifisches Training einen Marathon in einer Zeit unter drei Stunden zu laufen. Die Zeit zwischen der Mitteldistanz und dem Marathon wurde zur Regeneration und zum Tempotraining genutzt. Ich wusste sehr wohl, dass das Vorhaben gut gehen kann aber auch, dass es richtig schief gehen kann, wollte aber unbedingt versuchen.

An diesem Sonntag präsentierte sich das Wetter in der Wachau nicht gerade von seiner freundlichsten Seite, Regen, Wind und ungemütliche 12°C machten nicht unbedingt Lust einen Marathon zu laufen. Trotzdem freute ich mich darauf das Vorhaben, 4:00/km bis 4:10/km so lange wie möglich zu laufen, in die Tat umzusetzen.

Um 10 Uhr bei eher bescheidenem Wetter und niedrigen Temperaturen ertönte das Startsignal. Ich fand eigentlich recht schnell einen guten Rhythmus und konnte die angepeilte Pace gut laufen.21845673_10212937482705080_95246145_o
Leider jedoch musste ich schon nach rund 15km feststellen, dass sich das Mitteldistanzrennen und das wenige Marathontraining bemerkbar machten. Ich konnte die Pace nicht mehr halten und auf einmal hatte ich Füße aus Beton, jeder Meter tat weh und ich wurde von vielen, wirklich sehr vielen Mitstreitern überholt.
Meine Halbmarathonzeit war mit 1h31 noch recht ok, jedoch wusste ich schon dort, dass weder mein Vorhaben die 3 Stunden Marke zu knacken noch meinen persönlichen Rekord zu brechen in Reichweite sind. 201709171089

So waren es sehr sehr harte 21km (bzw. eigentlich 27km) an denen ich mehr als einmal ans Aufgeben dachte. Ich führte einen innerlichen Kampf Kopf gegen Körper, ich wollte einfach kein DNF hier und heute stehen haben. Ich habe Kilometer für Kilometer, wenn auch in geringem Tempo herunter gespult. Und so konnte ich auch letzten Kilometer mit einem Leidensgenossen (eigentlich ein sehr guter Läufer) gemeinsam zu Ende bringen.

201709171088Am Ende konnte ich den Marathon in 3 Stunden 23 Minuten und 36 Sekunden beenden. Trotz des verpassten Ziels bin ich mit meiner mentalen Leistung sehr zufrieden und bin nun froh endlich in die Off-Season starten zu können.