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Ironman 70.3 Zell am See 2017

Am letzten Sonntag im August stand der Ironman 70.3 Zell am See, zu dem ich mich kurzfristig entschlossen habe, am Programm. Meine Ziele für dieses Rennen waren eigentlich Recht machbar: Zuerst einmal wollte ich meine bisherige Bestzeit in Zell unterbieten und als zweites wollte ich unbedingt hier die Fünf-Stunden-Marke knacken.

IMG-20170827-WA0023Der Start war in diesem Jahr um 11 Uhr, zu dieser Zeit war ich bei meinem letzten Antreten schon fast im Ziel (Start war um 7 Uhr, wegen des WM Rennens am darauffolgenden Tag). Ich ging um ca. 11:15 in den Zeller See und ins Rennen. Genau richtig vor dem Start kam die Sonne aus der Wolkendecke heraus und es waren nun perfekte Temperaturen und Verhältnisse für einen tollen Wettkampf.

Das Schwimmen war aufgrund des Rolling Starts relativ entspannt, bis auf ein paar kurze Rangeleien bei den Bojen jedoch alles harmlos. Die tief-stehende Sonne machte die Orientierung Richtung Schwimmausstieg nicht unbedingt leichter, ich kam dann aber doch nach etwas mehr als 30 Minuten in der WZ1 an – leider wieder nix mit einer sub 30 Minuten Schwimmzeit! In der Wechselzone habe ich mich dann nicht lange aufgehalten und konnte rasch auf das Rad wechseln, obwohl ich mein P5 nicht gleich gefunden habe da die Räder der Profis schon weg waren und ich mich ein wenig falsch orientiert habe.
IMG-20170827-WA0022Endlich am Rad wurde mir bereits auf den ersten Metern ein Schlagloch zum Verhängnis und ich verlor meine Flasche, in der ich meine Gels aufgelöst hatte. Ich entschloss mich stehen zu bleiben und sie aufzuheben, da ich ohne die Verpflegung vermutlich keine Finishline sehen würde. Als ich wieder aufs Rad aufsteigen wollte bemerkte ich, dass meine Kette durch das Schlagloch heruntergefallen war, also musste ich auch noch dieses Problem lösen. Nach einer gefühlten Ewigkeit – in Wahrheit wahrscheinlich nur einige Sekunden – ging es dann mit Vollgas Richtung Lend wo der Anstieg nach Dienten beginnt. Den Anstieg fuhr ich kontrolliert, da ich wusste, dass der härteste Teil ganz am Ende wartet. In Dienten war die Stimmung wie immer ein Wahnsinn und man konnte sich noch einen letzten Schub Motivation für die letzten zwei schweren Kilometer holen. Meine Gedanken bei diesem letzten Anstieg möchte ich hier nicht in Worte fassen. Oben angekommen hieß es dann klein machen und einfach Gas geben. Die Stimmung entlang der gesamten Radstrecke war wirklich toll und machte es auch ein bisschen leichter, da sich meine Beine schon etwas meldeten. Noch ein Kurzer Verbremser bei der Einfahrt auf den Radweg zurück nach Schüttdorf und dann kam ich nach 2 Stunden und 33 Minuten zurück in die WZ2. Leider erwischte ich dann zuerst den falschen Wechselbeutel (einen neben meinem) und ich musste noch einmal zurück um den richtigen zu holen (wieder ein paar Sekunden verschenkt).IMG-20170827-WA0011Auf der Laufstrecke angekommen fühlte ich mich zu Beginn gar nicht gut und hatte Angst, dass ich dem (für meine Verhältnisse) hohen Tempo am Rad Tribut zollen müsste. Später legten sich die Probleme aber und ich konnte eine gute erste Runde laufen. Die zweiten Runde wurde ich dann (erwartungsgemäß…) etwas langsamer und musste kurz vorm Ziel noch ein paar Meter gehen aufgrund von schmerzhaftem Seitenstechen. Alles in allem konnte ich trotzdem das (mein) Ziel erreichen und meine persönliche Bestzeit in Zell verbessern und mit 4 Stunden und 50 Minuten die Ziellinie überschreiten.

Highlights und Ziele der 1. Saison

Nachdem die ersten Laufeinheiten super geklappt haben und ich auch meinen ersten Laufbewerb positiv abschließen konnte, musste ich mir nun Gedanken darüber machen welche Bewerbe ich als meine Saisonhighlights einplane und welche Ziele ich mir in diesen setze.

IM703ZellAmSeeg

 

Das Schwimmen klappte bis im Januar 2014 (3 Monate Schwimmkurs waren vorbei) schon ziemlich gut, das Laufen war auch super und beim Radfahren dachte ich mir, dass es wohl keine Probleme geben sollte. Da mir der Ironman 70.3 in St. Pölten noch etwas zu früh kam beschloss ich mein Saisonhighlight für den Ironman 70.3 in Zell am See am 31.08.2014 festzulegen. Als ersten Gradmesser musste ich meine Form beim Laufen austesten. Hierbei entschied ich mich für meinen ersten Halbmarathon in Wien am beim 31. Vienna City Marathon am 13.04.2014 zu absolvieren.  Der VCM sollte mir die Distanz und die Strapazen eines Halbmarathons näher bringen und mir zusätzlich zeigen wie weit ich mit meinem derzeitigen Training schon bin.

VCM-2014

Als kleine Draufgabe habe ich mir noch ein paar Sprint- und Kurzdistanz Triathlons im Raum Steiermark sowie Kärnten notiert, welche ich als Probebewerbe für den Ernstfall machen geplant habe.

Um genauer Prognosen abzugeben was Zeiten angeht war es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh.